Meditationsreihe, Teil III: Was ist das Geheimnis einer guten Meditation? – Folge 20

von Eva Balzer | Meditation, Mindset & Glück

Eine gute Meditation braucht ein Meditationsobjekt. Das Ziel ist nicht, den Kopf zu entleeren oder an nichts zu denken, sondern ihn zu trainieren, sich auf ein Objekt konzentrieren zu können und den Fokus darauf zu halten. Das hilft uns dann im Leben - und besonders auch beim Pflanzen von karmischen Samen.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
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Meditation im Karmic Management: Warum Dein Geist ein Objekt braucht

Viele Menschen verbinden Meditation mit dem Wunsch, den Kopf endlich leer zu bekommen: Einfach an nichts denken, entspannen und den Gedanken freien Lauf lassen. Im Karmic Management verfolgen wir jedoch einen anderen Ansatz: Uns geht es nicht darum, den Geist abzuschalten, sondern ihn bewusst auszurichten.

Denn Dein Geist ist wie ein Muskel: Er wird durch Übung stärker. Und genau deshalb braucht Meditation immer ein Objekt, auf das Du Deine Aufmerksamkeit richten kannst.

Wenn Du Dich hinsetzt und Deinem Geist sagst: „Denke an nichts“, dann trainierst Du letztlich genau das – nichts. Aus Sicht der alten Weisheitslehren ist das wenig hilfreich. Du verhinderst zwar vielleicht, ständig neue unheilsame Gedanken zu produzieren, entwickelst aber gleichzeitig nicht die Fähigkeit, Deinen Geist bewusst zu führen.

Meditation bedeutet, Aufmerksamkeit zu trainieren. Dafür braucht Dein Geist etwas, worauf Du Dich immer wieder ausrichten kannst. Nur so bemerkst Du überhaupt, wann Du abschweifst, und kannst sanft zu Deinem gewählten Objekt zurückkehren.

Das Objekt wirkt dabei wie ein Spiegel. Es zeigt Dir, wie Dein Geist arbeitet, und gleichzeitig gewöhnt sich Dein Geist an genau das, worauf Du ihn immer wieder richtest. Deshalb ist die Wahl des Meditationsobjekts so entscheidend.

Welches Mediationsobjekt wähle ich?

In den ersten Übungen eignen sich neutrale Objekte hervorragend zum Training. Dazu gehören beispielsweise die Stille des Körpers, der Atem oder Körperempfindungen. Diese Objekte helfen Dir dabei, Konzentration aufzubauen. Sie sind gewissermaßen das Trainingsfeld.

Im Karmic Management geht es später jedoch darum, Deinen Geist auf Objekte auszurichten, die positive karmische Samen pflanzen. Denn woran Dein Geist sich immer wieder gewöhnt, davon entsteht mit der Zeit mehr in Deinem Leben.

3 Arten von Meditation

1. Schritt-für-Schritt-Meditation

Diese haben eine vorgegebene Reihenfolge. Geführte Meditationen sind meist Schritt-für-Schritt Meditationen. Du richtest Deine Aufmerksamkeit nacheinander auf verschiedene Gedanken oder Bilder und bleibst jeweils bewusst bei dem aktuellen Schritt.

Für Einsteiger in die Meditation sind diese Meditationen sehr gut geeignet.

2. Analytische Meditation

Bei dieser Meditation wird ein konkretes Thema zu Deinem Meditationsobjekt: Das kann eine Herausforderung im Beruf sein, ein Konflikt in einer Beziehung oder ein Gefühl, das Du besser verstehen möchtest.

Anstatt das Problem ständig im Alltag nebenbei mit Dir herumzutragen, betrachtest Du es in der Meditation bewusst und systematisch. Du schaust es von verschiedenen Seiten an, gewinnst Abstand und erkennst oft Zusammenhänge, die Dir im hektischen Alltag verborgen bleiben.

Gerade im Karmic Management ist diese Form besonders wertvoll, weil Du dadurch erkennen kannst, welche karmischen Ursachen hinter Deinen Herausforderungen liegen und welche neuen Samen Du pflanzen möchtest.

3. Einsgerichtete Meditation

Du wählst ein einziges Objekt und bleibst mit Deiner Aufmerksamkeit ausschließlich dort. Immer wieder kehrst Du dorthin zurück. Das kann ganz schön anspruchsvoll sein.

Mit der Zeit entsteht eine tiefe Verbindung zwischen Deinem Geist und dem Meditationsobjekt. Die Konzentration wird klar, ruhig und wach. Ein schönes Bild dafür ist der sogenannte „Popcorn-Moment“: Stell Dir vor, Du sitzt im Kino, isst Popcorn und verfolgst einen spannenden Film. In dem entscheidenden Augenblick hörst Du ganz automatisch auf zu essen. Für einen Moment verschwindet alles andere. Es gibt nur noch Deine volle Aufmerksamkeit und das, was Du gerade erlebst. Genau diese Qualität von Präsenz beschreibt die einsgerichtete Meditation.

Praxis: Beobachte Deinen Geist

Heute geht es darum, der eigentlichen Meditation einen Schritt näherzukommen. Beginne wie gewohnt:

Nimm eine aufrechte und entspannte Sitzhaltung ein.

Lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem.

Zähle Deine Atemzüge bis zehn.

Falls Du Dich verzählst oder abschweifst, beginne einfach wieder bei eins.

Wenn Dein Geist ruhiger geworden ist, beginnt die eigentliche Übung: Stell Dir vor, ein innerer Beobachter wacht über Deinen Geist. Seine einzige Aufgabe ist es, wahrzunehmen – ohne zu bewerten, ohne einzugreifen und ohne etwas verändern zu wollen.

Beobachte nun einige Minuten lang einfach, welche Gedanken auftauchen. Vielleicht kreisen Deine Gedanken immer wieder um vergangene Verletzungen, derr Zukunft und Deinen To-do-Listen oder Du entdeckst Sorgen oder Ängste, die Dir im Alltag gar nicht bewusst waren. Nimm all das lediglich wahr. So, als würdest Du einen Film anschauen.

Erkenntnisse in karmische Praxis verwandeln

Nach einigen Minuten kannst Du beginnen, das Beobachtete zu analysieren. Frage Dich:

Welche Gedanken beschäftigen mich besonders häufig?

Was verhindert gerade mein Glück?

Welche Gewohnheiten erkenne ich?

Welche Ursache steckt möglicherweise dahinter?

Wenn Du beispielsweise feststellst, dass Angst ein großes Thema in Deinem Geist ist, kannst Du Dich fragen: Welche Samen kann ich heute pflanzen, damit Angst weniger Raum bekommt? Vielleicht entscheidest Du Dich, einem Menschen Mut zu machen. Vielleicht hörst Du jemandem aufmerksam zu. Vielleicht hilfst Du einer Person, sich sicherer oder verstanden zu fühlen. So wird aus einer Meditation unmittelbar eine konkrete Handlung im Alltag.

Der Abschluss Deiner Meditation

Beende Deine Meditation nicht, indem Du sofort aufspringst. Atme stattdessen noch drei Mal tief ein und aus. Stell Dir dabei vor, in Deinem Herzen leuchtet ein warmes goldenes Licht. Mit jedem Ausatmen breitet sich dieses Licht weiter aus – zunächst im Raum, dann im Haus, in Deiner Stadt, Deinem Land und schließlich auf der ganzen Welt. Dieses Licht steht für die guten karmischen Samen, die Du durch Deine Meditation gepflanzt hast.

Widme diese positiven Ursachen allen Menschen, vielleicht mit einem Gedanken wie: Mögen alle Menschen ihren Geist klar und friedlich erleben. Mögen sie lernen, gute Ursachen für Glück zu schaffen. Mögen Angst, Leid und Verwirrung immer weniger werden.

Die Widmung gibt den kraftvolle Samen, den Du durch Deine Meditation gepflanzt hast, eine Ausrichtung auf ein konkretes Ziel. Indem Du die positiven Wirkungen Deiner Meditation gedanklich mit anderen teilst, stärkst Du gleichzeitig Deine eigene Praxis.

Je klarer Du lernst, Deine Aufmerksamkeit auf ein sinnvolles Objekt zu richten, desto mehr entwickelst Du Konzentration, innere Klarheit und die Fähigkeit, Dein Leben bewusst zu gestalten.

Eva Balzer Live

Jeder Gedanke hinterlässt einen Abdruck in Deinem Geist: Erfahrungen, Beziehungen, Erfolge und Herausforderungen. Deshalb ist Meditation ein wichtiges Werkzeug im Karmic Management, das Du Dir nicht entgehen lassen solltest.

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