Meditationsreihe, Teil II: Welche Samen pflanzen eine gute Meditation? – Folge 19

von Eva Balzer | Meditation, Mindset & Glück

In dieser Folge erkläre ich Dir, welche Samen Du pflanzen kannst, damit Du eine gute Meditation und einen guten Fokus hast, denn natürlich kommt auch das aus Samen. Freu Dich auf spannende Korrelationen und auf neue Einsichten in lieb gewonnene Gewohnheiten. Im Praxisteil lernst Du die zweite vorbereitende Übung: Die Konzentration auf das Zählen Deines Atems. Du wirst überrascht sein, was Dein Geist alles so treibt.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
Eva Balzer Podcast Karma mal so machen
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Meditation im Karmic Management: Warum Konzentration kein Zufall ist

Viele Menschen setzen sich voller Motivation zur Meditation hin – und stehen wenige Minuten später schon wieder auf. Nicht, weil sie keine Lust haben. Sondern weil der Geist einfach nicht still werden will. Du möchtest Dich auf Deinen Atem konzentrieren und plötzlich denkst Du an den Einkauf, die Arbeit, den Zahnarzttermin oder daran, was es später zu essen gibt.

Die gute Nachricht ist: Das ist völlig normal. Im Karmic Management gibt es dafür eine spannende Erklärung – und vor allem eine Lösung.

Warum unser Geist ständig abschweift

Viele Menschen glauben, sie könnten mehrere Dinge gleichzeitig denken. Die alten Weisheitslehren sagen jedoch etwas anderes: Ein Geist kann immer nur ein Objekt gleichzeitig wahrnehmen.

Was wie Multitasking aussieht, ist in Wahrheit ein blitzschnelles Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Gedanken. Ein Moment beim Atem. Ein Moment bei der Einkaufsliste. Ein Moment beim Körper. Ein Moment bei der Arbeit.

So schnell, dass wir glauben, alles gleichzeitig zu machen. Doch genau dieses ständige Springen trainieren wir im Alltag immer weiter.

Multitasking trainiert Unruhe

Wenn Du telefonierst und gleichzeitig E-Mails beantwortest, nebenbei kochst und zwischendurch Nachrichten liest, gewöhnst Du Deinen Geist daran, ständig das Objekt zu wechseln.

Diese Gewohnheit hinterlässt Samen. Je häufiger Dein Geist springt, desto leichter springt er später auch während der Meditation. Deshalb beginnt Meditation nicht erst auf dem Kissen. Sie beginnt mitten im Alltag.

So pflanzt Du Konzentration

Meditationsfähigkeit ist keine angeborene Eigenschaft, sie entsteht aus den Samen, die Du jeden Tag pflanzt. Wenn alles in unserem Leben aus Ursachen entsteht, dann gilt das auch für einen ruhigen und konzentrierten Geist. Die Frage lautet also nicht: "Warum kann ich nicht meditieren?" sondern: "Welche Samen kann ich heute dafür pflanzen?"

1. Schenke Menschen Deine ungeteilte Aufmerksamkeit

Wenn Du mit jemandem sprichst, dann sei ganz bei dieser Person. Lege das Handy weg. Denke nicht schon an die nächste Aufgabe. Höre wirklich zu. Damit schenkst Du anderen genau die Konzentration, die Du Dir selbst wünschst: einen fokussierten Geist.

2. Respektiere die Konzentration anderer

Stell Dir einen stillen Bergsee vor. Wenn Du mit jemandem sprichst oder einen Raum betrittst, frage Dich: Verlasse ich diesen Menschen ruhiger oder unruhiger als zuvor? Ist der Bergsee, der vorher so still war, nun aufgewült?

Du kannst Konzentration anderer schützen, indem Du zum Beispiel jemanden beim Arbeiten nicht unnötig unterbrichst, leise bist, wenn andere schlafen, Menschen nicht ständig kritisierst und Rücksicht auf ihre Aufmerksamkeit nimmst.

Jedes Mal pflanzt Du Samen für mehr innere Ruhe.

3. Unterstütze Meditation bei anderen

Ein besonders kraftvoller Samen besteht darin, anderen Menschen Meditation zu ermöglichen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: Du unterstützt ein Meditationszentrum, spendest für einen Ort der Stille, schenkst jemandem ein Meditationsbuch, ermöglichst einem Menschen einen Kurs oder hilfst dabei, dass andere Zeit und Raum für ihre Praxis finden.

Dabei zählt nicht die Höhe einer Spende, entscheidend ist Deine Motivation und die Freude darüber.

Die eigentliche Übung beginnt mit dem Atem

Für Einsteiger ist Atembeobachtung eine wunderbare Vorbereitung. Dabei geht es noch nicht um Meditation im eigentlichen Sinn, sondern um Konzentrationstraining.

Die Übung ist einfach: Setze Dich bequem hin.

Entscheide bewusst: Jetzt bewege ich meinen Körper nicht mehr.

Dann richte Deine Aufmerksamkeit ausschließlich auf den Atem.

Ausatmen – eins.

Ausatmen – zwei.

Ausatmen – drei.

Und sobald Du bemerkst, dass Deine Gedanken abgeschweift sind, beginnst Du einfach wieder bei eins.

Nicht ärgern. Nicht bewerten. Einfach neu anfangen.

Der innere Wächter

Eine hilfreiche Vorstellung ist ein freundlicher Beobachter in Deinem Geist. Seine einzige Aufgabe:

Er bemerkt, wenn Deine Gedanken abschweifen.

Sobald Du merkst: "Ich denke gerade an das Mittagessen." ist das kein Misserfolg. Ganz im Gegenteil. Genau in diesem Moment arbeitet Dein Konzentrationstraining.

Du hast das Abschweifen bemerkt und kehrst freundlich zum Atem zurück.

Freue Dich über jeden kleinen Fortschritt

Oft macht nach einer Meditation den Fehler, nur auf das zu schauen, was nicht funktioniert hat. Im Karmic Management sehen wir das anders.

Nach jeder Übung solltest Du Dich bewusst freuen, auch wenn Du heute nur bis zur Zahl drei gekommen. Das ist vollkommen ausreichend.

Denn Du hast etwas viel Wichtigeres getan: Du hast begonnen, eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Und genau diese Freude stärkt die Samen für zukünftige Konzentration.

Meditation beginnt lange vor dem Meditationskissen

Meditation ist im Karmic Management keine Frage von Talent. Sie ist das Ergebnis der Samen, die Du im Alltag pflanzt.

Jedes aufmerksame Gespräch, jede Rücksicht auf die Konzentration anderer und jede Unterstützung für Menschen, die meditieren möchten, stärkt Deine eigene Fähigkeit, ruhig und klar zu werden.

Und wenn Dein Geist heute noch unruhig ist, bedeutet das nicht, dass Meditation nichts für Dich ist. Es bedeutet nur, dass Du gerade dabei bist, neue Ursachen zu schaffen.

Eva Balzer Live

Jeder Gedanke hinterlässt einen Abdruck in Deinem Geist: Erfahrungen, Beziehungen, Erfolge und Herausforderungen. Deshalb ist Meditation ein wichtiges Werkzeug im Karmic Management, das Du Dir nicht entgehen lassen solltest.

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