Was kann ich gegen Gewalt und Ungerechtigkeit in der Welt tun? – Folge 37

von Eva Balzer | Gesundheit & Beauty, Mindset & Glück

Wir erleben Kriege, Gewalt und Ungerechtigkeiten … das kann hilflos machen und auch verunsichern. Da ist die Frage, was wir dagegen tun können, mehr als berechtigt. Und die karmischen Prinzipien haben darauf auch eine Antwort, wenngleich Du die eventuell aufs Regal stellen musst. Aber wenn es Dir auch ein Bedürfnis ist, etwas zu tun und Antworten zu bekommen, dann höre gern in die neue Podcast-Folge hinein.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
Eva Balzer Podcast Karma mal so machen
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Was kann ich gegen Gewalt tun?

Kriege, Gewalt, Messerattacken, Hass im Internet oder Konflikte im eigenen Umfeld – viele Menschen fragen sich heute: Was kann ich eigentlich dagegen tun? Fühlt es sich nicht oft so an, als wären wir diesen Entwicklungen hilflos ausgeliefert?

Im Karmic Management gibt es auf diese Frage eine Antwort. Sie ist allerdings anders, als die meisten Menschen erwarten. Und sie verlangt einen Perspektivwechsel.

Der erste Impuls: Die Ursache liegt im Außen

Wenn wir Gewalt erleben oder davon hören, suchen wir fast automatisch nach den Verantwortlichen. Wir zeigen auf Täter, auf politische Systeme oder auf gesellschaftliche Entwicklungen. Das ist verständlich.

Doch Karmic Management stellt eine andere Frage: Woher kommt meine Erfahrung von Gewalt? Diese Frage wirkt zunächst irritierend. Denn sie lenkt den Blick nicht nach außen, sondern nach innen.

Die Grundlage: Der Sache mit dem Stift

Um das zu verstehen, hilft eines der bekanntesten Beispiele aus dem Karmic Management. Stell Dir einen Stift vor. Für Dich ist es selbstverständlich ein Stift. Ein Hund hingegen würde darin wahrscheinlich ein Kauspielzeug sehen. Beide Wahrnehmungen sind vollkommen logisch – und doch unterschiedlich.

Was bedeutet das?

Dass der Stift nicht aus sich selbst heraus "Stift" ist. Wäre das so, müsste ihn jedes Wesen automatisch als Stift erkennen. Tut es aber nicht.

Im Karmic Management spricht man von Leerheit: Dinge besitzen keine festgelegte Bedeutung aus sich selbst heraus. Unsere Wahrnehmung entsteht durch die Samen in unserem Geist.

Das gilt nicht nur für einen Stift, es gilt für alles, was wir erleben – auch für Frieden, Konflikte oder Gewalt.

HIER findest Du Pdcastfolge 3 in der ich die Sache mit dem Stift ausführlich erkläre.

Woher kommen diese Samen?

Nach den Prinzipien des Karmic Management pflanzen wir ständig geistige Samen durch unser Denken, Sprechen und Handeln. Alles, was wir anderen Menschen gegenüber tun, hinterlässt einen Abdruck im Geist. Dieser Same bleibt bestehen, entwickelt sich weiter und reift irgendwann zu einer Erfahrung in unserem eigenen Leben.

Das bedeutet: Die Welt, die wir erleben, ist nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis zahlloser Samen, die wir im Laufe unseres Lebens gepflanzt haben.

Diese Sichtweise ist herausfordernd, denn sie nimmt uns die Möglichkeit, ausschließlich anderen die Schuld zu geben. Gleichzeitig schenkt sie uns etwas Wertvolles: Wenn die Ursache in den Samen liegt, können wir neue Samen pflanzen. Und genau darin liegt die Freiheit des Karmic Management.

Bedeutet das, dass ich Gewalt verursacht habe?

Diese Frage taucht fast bei jedem auf. Die Antwort lautet: Nein – zumindest nicht so, wie viele Menschen es verstehen.

Karmic Management sagt nicht, dass jemand ein schlechter Mensch ist, weil er Gewalt erlebt. Vielmehr geht es darum zu verstehen, dass große Erfahrungen aus kleinen Ursachen entstehen. Ein winziger Same kann sich über lange Zeit vervielfachen und schließlich als großes Ergebnis erscheinen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf offensichtliche Gewalt zu schauen, sondern auf ihre feinen Formen.

Die wenigsten Menschen schlagen andere oder verletzen physisch. Doch wie oft werden wir laut? Wie oft verletzen wir andere mit Worten? Wie oft reagieren wir gereizt oder sprechen aus Wut?

Im Karmic Management gelten auch diese Momente als kleine Formen von Gewalt. Nicht, weil wir deshalb schlechte Menschen wären, sondern weil jede Handlung einen Samen pflanzt.

Wenn wir lernen, achtsamer zu sprechen, geduldiger zu reagieren und andere nicht unnötig zu verletzen, pflanzen wir neue Ursachen für eine friedlichere Erfahrung unserer Welt.

Veränderung beginnt bei mir

Viele Menschen wünschen sich eine bessere Welt. Sie engagieren sich politisch, gehen auf Demonstrationen oder setzen sich gesellschaftlich ein. Karmic Management ergänzt diesen Einsatz jedoch um einen entscheidenden Schritt: Die nachhaltigste Veränderung beginnt immer bei mir selbst.

Denn sobald ich friedlicher spreche, respektvoller handle und geduldiger werde, erschaffe ich die Ursachen für mehr Frieden in meiner eigenen Erfahrung. Es geht dabei nicht um Perfektion, es geht um einen liebevollen Entwicklungsprozess.

Was ist, wenn ich selbst Gewalt erlebe?

Diese Sichtweise bedeutet keineswegs, Gewalt einfach hinzunehmen, im Gegenteil.

Wenn Du Dich in einer gewalttätigen Situation befindest, darfst und sollst Du Dich schützen. Verlasse den Ort, hole Hilfe und sorge für Deine Sicherheit.

Karmic Management fordert niemanden auf, Leid auszuhalten, es ergänzt lediglich eine zweite Ebene: Während Du im Außen kluge Entscheidungen triffst, beginnst Du gleichzeitig, neue Samen für eine andere Zukunft zu pflanzen. So veränderst Du nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch die Ursachen zukünftiger Erfahrungen.

Und was ist mit Ungerechtigkeit?

Auch Diskriminierung und Ungerechtigkeit lassen sich aus Sicht des Karmic Management verstehen. Der zugrunde liegende Same ist oft das, was im Englischen to discriminate heißt: unterscheiden.

Im Alltag bewerten wir Menschen ständig: Wir mögen die einen, die anderen lehnen wir ab, wir sortieren nach Herkunft, Geschlecht, Aussehen, Beruf, Bildung oder Weltanschauung. Diese kleinen Bewertungen erscheinen harmlos- aus karmischer Sicht pflanzen sie jedoch die Samen dafür, selbst eine Welt zu erleben, in der Menschen voneinander getrennt oder ungerecht behandelt werden.

Deshalb beginnt Gleichberechtigung nicht erst in politischen Debatten. Sie beginnt in unserem eigenen Geist. Je mehr wir lernen, Menschen mit Offenheit und Respekt zu begegnen, desto mehr pflanzen wir die Ursachen für eine gerechtere Welt.

Eine Einladung zum Ausprobieren

Karmic Management möchten wir nicht, dass Du blind glaubst, im Gegenteil. Die Einladung lautet immer: Probier es aus.

Beobachte einige Wochen lang Deine Sprache, achte darauf, wann Du ungeduldig wirst. Versuche, Konflikte friedlicher zu lösen. Sprich respektvoll – selbst dann, wenn es Dir schwerfällt und beobachten Sie, was sich verändert. Vielleicht zunächst in kleinen Dingen und vielleicht später auch in größeren Zusammenhängen.

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