Vor einer Gruppe zu sprechen gehört für viele Menschen zu den größten Ängsten überhaupt. Eva kennt dieses Gefühl nur zu gut: Früher war schon eine kurze Anmoderation eine echte Herausforderung. Heute steht sie mit Freude auf der Bühne – nicht, weil sie ihre Persönlichkeit verändert hat, sondern weil sie die Ursachen dafür verändert hat. 🌱
In dieser Folge lernst du vier kraftvolle Prinzipien aus dem Karmic Management kennen, mit denen du nicht nur angstfrei sprechen kannst, sondern auch dafür sorgst, dass deine Worte als bedeutungsvoll und relevant wahrgenommen werden. 💛 Denn wenn sich deine Motivation verändert, verändert sich auch deine Wirkung auf andere.
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Angstfrei sprechen: Was Karmic Management mit Deiner Bühnenpräsenz zu tun hat
Vor einer Gruppe zu sprechen, auf einer Bühne zu stehen oder ein wichtiges Business-Meeting zu leiten, kann ganz schön nervös machen. Herzklopfen, trockener Mund, zittrige Hände und die Frage: „Was denken die anderen über mich?“
Im Karmic Management gibt es dazu einen sehr kraftvollen Gedanken: Je weniger Du Dich selbst in den Mittelpunkt stellst und je mehr Du Dich auf das Wohl der anderen konzentrierst, desto leichter wird es, frei und selbstbewusst zu sprechen.
1. Denke nicht an Dich – denke an die anderen
Wenn wir nervös sind, kreisen unsere Gedanken häufig um uns selbst:
- „Sehe ich komisch aus?“
- „Finden die Menschen mich sympathisch?“
- „Was, wenn ich etwas Falsches sage?“
- „Was, wenn sie meine Präsentation schlecht finden?“
Genau diese Selbstbezogenheit kann unsere Nervosität verstärken. Der erste Schritt besteht deshalb darin, Deinen Fokus zu verändern. Kurz bevor Du auf die Bühne gehst, schließe für einen Moment die Augen und frage Dich: Was brauchen die Leute? Was kannst Du sagen, das ihnen wirklich hilft? Welche Information kann ihr Leben leichter machen? Welche Erkenntnis können sie aus Deinem Vortrag mitnehmen?
Der entscheidende Punkt ist Deine Motivation. Du sprichst nicht, damit die anderen Dich toll finden. Du sprichst, weil Du ihnen etwas geben möchtest.
Damit verändert sich Deine gesamte innere Haltung. Du musst nicht mehr beweisen, dass Du gut bist. Du musst niemanden beeindrucken. Deine Aufgabe ist viel einfacher: Du möchtest anderen Menschen helfen.
2. Übe, alle Menschen gleich zu behandeln
Im Alltag bewerten wir Menschen ständig - meistens unbewusst. Wir entscheiden innerhalb kürzester Zeit, ob uns jemand sympathisch ist, ob wir jemandem vertrauen oder ob wir lieber Abstand halten. Wir sehen jemanden und denken vielleicht: „Der wirkt nett.“ oder: „Mit der Person möchte ich nichts zu tun haben.“
Diese Bewertungen passieren häufig völlig automatisch, ohne dass wir es wirlich bemerken.
Im Karmic Management betrachten wir solche Wahrnehmungen als Projektionen. Was wir im Außen sehen und wie wir es bewerten, hat damit zu tun, wie wir selbst andere Menschen behandeln und beurteilen. Deshalb besteht eine wichtige Übung darin, alle Menschen möglichst gleich zu behandeln.
Das bedeutet nicht, dass Du jeden Menschen sofort lieben musst. Es bedeutet zunächst einmal, dass Du Dich darum bemühst, Deine automatischen Urteile wahrzunehmen und nicht danach zu handeln.
Du könntest beispielsweise jemanden sehen und feststellen: „Interessant. Ich habe gerade sofort über diese Person geurteilt.“
Dann kannst Du bewusst einen Schritt zurückgehen: „Ich weiß eigentlich überhaupt nichts über diesen Menschen.“
Am Anfang kann das frustrierend sein. Du wirst möglicherweise feststellen, wie häufig Du Menschen beurteilst. Doch genau dieses Bewusstwerden ist bereits ein wichtiger Schritt. Denn durch wiederholtes Bemühen entsteht eine neue Gewohnheit.
Und diese Übung verändert nicht nur Deine Beziehungen. Sie kann auch Dein Selbstvertrauen stärken. Wenn Du immer weniger davon abhängig bist, wie andere Menschen auf Dich wirken oder wie Du sie bewertest, verlierst Du auch einen Teil Deiner Angst vor ihrer Bewertung.
3. Nimm das Leid der anderen in Dein Herz
Wenn Du einen Vortrag vorbereitest, denke nicht nur darüber nach, was Du sagen möchtest. Denke darüber nach, wie es den Menschen im Publikum wirklich geht.
Jeder Mensch trägt irgendeine Form von Herausforderung mit sich. Vielleicht hat jemand finanzielle Sorgen. Vielleicht ist eine Beziehung schwierig. Vielleicht ist jemand krank. Vielleicht macht sich jemand Sorgen um die Zukunft. Vielleicht hat jemand gerade einen geliebten Menschen verloren. Auch Menschen, bei denen äußerlich alles gut aussieht, kennen Angst, Unsicherheit und die Sorge, etwas wieder zu verlieren.
Wenn Du Dir das bewusst machst, verändert sich Deine Motivation. Du gehst nicht mehr auf die Bühne mit dem Gedanken: „Hoffentlich finden sie mich gut.“ sondern: „Wie kann ich diesen Menschen helfen? Wie kann ich ihnen Zuversicht geben? Was kann ich sagen, das ihre Angst ein kleines Stück leichter macht?“
Dieser Perspektivwechsel kann unglaublich kraftvoll sein denn plötzlich geht es nicht mehr um Deine Performance. Es geht um die Menschen vor Dir.
Und genau darin liegt eine zentrale Idee des Karmic Managements: Wenn Du Deinen Fokus von Dir selbst auf das Wohl anderer Menschen verlagerst, veränderst Du nicht nur Deinen Auftritt. Du veränderst Dich selbst.
4. Sprich bewusst und sinnvoll
Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der sich daraus ergibt: Wie sprichst Du eigentlich im Alltag?
Unsere Sprache läuft häufig automatisch ab. Wir erzählen Dinge, weil wir etwas erzählen möchten. Wir sprechen über uns, unsere Erlebnisse oder unsere Meinungen. Doch im Karmic Management kannst Du Dir eine andere Frage angewöhnen: Hilft das, was ich gerade sage, dem anderen?
Das bedeutet nicht, dass jedes Gespräch hochphilosophisch oder „nützlich“ sein muss. Es geht vielmehr um Bewusstheit. Wenn jemand Dir erzählt, dass sein Vater krank ist, musst Du nicht automatisch von Deinen eigenen Erfahrungen erzählen. Vielleicht hilft es dieser Person viel mehr, wenn Du einfach zuhörst.
Wenn Du etwas auf Social Media postest, kannst Du Dich fragen: „Ist das für andere Menschen relevant?“
Wenn Du sprichst, kannst Du Dich fragen: „Dient das gerade dem anderen – oder geht es wieder hauptsächlich um mich?“
Je bewusster Du Deine Worte auswählst, desto mehr pflanzt Du den Samen dafür, dass Deine Kommunikation für andere Menschen bedeutungsvoll wird. Und gleichzeitig sinkt Deine Angst. Denn Du bist nicht mehr damit beschäftigt, Dich selbst darzustellen. Du bist damit beschäftigt, etwas Wertvolles beizutragen.
Mit der Zeit kann daraus eine neue Art zu kommunizieren und zu leben entstehen. Du wirst aufmerksamer, freundlicher und weniger selbstbezogen. Und genau dadurch kann sich auch Dein Selbstwert verändern.
Vielleicht stellst Du irgendwann fest: Die Bühne ist gar nicht mehr das Problem.
Denn Du hast verstanden, dass es gar nicht um Dich geht.
Es geht um die Menschen, denen Du helfen möchtest.
Und wenn Deine Motivation wirklich darin besteht, anderen etwas Gutes zu geben, dann kann aus dem angstauslösenden Auftritt plötzlich eine Möglichkeit werden, etwas Wertvolles zu schenken.
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