Ich möchte mich nicht mehr unsichtbar und übergangen fühlen – Folge 49

von Eva Balzer | Mindset & Glück

Diese Woche beantworte ich die Frage, was ich tun kann, um mich nicht mehr unsichtbar und übergangen zu fühlen. Wenn Du das Gefühl hast, überall unter dem Radar zu laufen und Dich Freunde, Familie und Kollegen nicht richtig sehen, dann nutze die Tipps in dieser Folge, um das zu ändern.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
Eva Balzer Podcast Karma mal so machen
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Warum Du Dich unsichtbar fühlst – und wie Du Dein Karma verändern kannst

Kennst Du das Gefühl, nicht gesehen zu werden? Vielleicht kennst Du es aus Deinem Beruf: Du gibst Dir Mühe, leistest viel, übernimmst Verantwortung – aber Deine Chefs oder Kollegen scheinen es nicht wahrzunehmen. Deine Arbeit wird nicht gewürdigt, Deine Ideen werden übergangen.

Vielleicht kennst Du es auch aus Deinem privaten Umfeld: Menschen hören Dir nicht richtig zu, fallen Dir ins Wort oder nehmen Deine Wünsche nicht ernst. Oder es zeigt sich in ganz alltäglichen Situationen: Du fühlst Dich im Straßenverkehr übersehen, als wärst Du unsichtbar.

Warum passiert das? Und vor allem: Was kannst Du verändern?

Gleiches kommt von Gleichem

Ein Grundprinzip im Karmic Management ist: Gleiches kommt von Gleichem.

Wenn Du Dich nicht gesehen fühlst, dann bedeutet das nicht, dass Du ein schlechter Mensch bist oder absichtlich andere ignorierst. Es bedeutet vielmehr, dass irgendwo in Deinem Leben Samen entstanden sind, die jetzt genau diese Erfahrung hervorbringen.

Die Kraft Deiner Worte

Ein großer Bereich ist die sogenannte barsche und grobe Rede. Das bedeutet nicht nur, jemanden anschreien oder beleidigen. Viel häufiger passiert sie ganz leise – in Deinem Kopf. Vielleicht denkst Du:

  • „Der ist echt unfähig.“
  • „Warum macht die das schon wieder so?“
  • „Die sehen gar nicht, was ich alles leiste.“

Diese innere Kritik ist ebenfalls eine Form barscher Rede, denn auch Gedanken sind Samen.

Wenn Du andere Menschen ständig innerlich abwertest, pflanzt Du Samen dafür, dass Du selbst nicht wertgeschätzt wirst.

Denn wie soll die Welt Dir Anerkennung zurückgeben, wenn Du selbst die Großartigkeit anderer Menschen nicht wahrnimmst? Das ist der karmische Kreislauf: Du fühlst Dich nicht gesehen → Du kritisierst andere → Du pflanzt weitere Samen dafür, nicht gesehen zu werden → Du fühlst Dich noch weniger gesehen. So kann dieser Kreislauf immer stärker werden.

Steige aus dem Kreislauf aus

Wenn Dich jemand unterbricht, Deine Leistung nicht anerkennt oder Dich ignoriert, kannst Du natürlich reagieren wie bisher. Du kannst Dich ärgern, zurückkritisierten, Dir denken: „Die Menschen sind einfach unmöglich.“

Oder Du kannst einen anderen Weg wählen. Du kannst innehalten und Dich fragen:

„Was kann ich an dieser Person sehen?“
„Was macht dieser Mensch gut?“
„Wo kann ich Anerkennung geben?“

Das ist die hohe Kunst des Karmic Management. Du übernimmst Verantwortung für das, was Dir begegnet, und beginnst, neue Samen zu pflanzen.

Menschen sehen bedeutet, selbst gesehen zu werden

Wir sind oft gefangen in einer sehr engen Wahrnehmung: Was passiert mit mir? Was bekomme ich nicht? Warum ist das unfair? Dabei vergessen wir, die Menschen um uns herum wirklich wahrzunehmen. Deinen Partner, Deine Kinder, Deine Eltern, Deine Kollegen, Deinen Chef. Jeder Mensch möchte gesehen werden. Jeder Mensch möchte Wertschätzung erfahren.

Wenn Du beginnst, anderen Menschen bewusst Raum zu geben, ihre Stärken wahrzunehmen und ihnen ehrlich Anerkennung zu schenken, veränderst Du Deine eigene Welt.

Denn Du pflanzt genau das Karma, das Du selbst erleben möchtest.

Auch Deine Worte brauchen Bedeutung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sogenannte nutzlose Rede. Vielleicht fragst Du Dich: „Was hat das damit zu tun, ob mir jemand zuhört?“ Sehr viel.

Wenn Deine Worte häufig keinen Wert transportieren, wenn Du Versprechen machst und sie nicht hältst, wenn Du viel redest, aber wenig bewirkst, dann pflanzt Du Samen dafür, dass andere Deine Worte nicht ernst nehmen.

Das bedeutet nicht, dass alles, was Du sagst, perfekt sein muss. Es bedeutet: Schau ehrlich hin.

Wo rede ich vielleicht zu viel?
Wo jammere ich?
Wo beschwere ich mich immer wieder?
Wo verspreche ich Dinge und halte sie nicht ein?
Wo benutze ich Sprache nicht für etwas Sinnvolles?

Denn Worte haben Kraft. Wenn Deine Sprache Klarheit und Verlässlichkeit ausstrahlt, entsteht auch das Karma, dass Menschen Dir zuhören und Deine Worte respektieren.

Werde zum karmischen Detektiv

Wenn Du jetzt denkst: „Aber ich bin doch gar nicht jemand, der andere nicht sieht.“ Dann ist genau hier der Moment für Detektivarbeit.

Karma ist sehr persönlich. Vielleicht siehst Du viele Menschen in Deinem Leben sehr gut – aber gibt es einzelne Menschen, denen Du keinen Raum gibst?

Vielleicht jemanden, dessen Meinung Du sofort abwertest?
Vielleicht jemanden, den Du nicht wirklich zu Wort kommen lässt?
Vielleicht jemanden, dessen gute Eigenschaften Du übersiehst?

Genau dort liegt Dein Ansatzpunkt. Du musst nicht alles gleichzeitig verändern. Finde die eine Stelle, an der Du beginnen kannst.

Kleine Veränderungen erschaffen große Ergebnisse

Wenn Du nicht unterbrochen werden möchtest, übe Dich darin, andere nicht zu unterbrechen. Wenn Du nicht übergangen werden möchtest, übe Dich darin, andere nicht zu übergehen. Wenn Du gesehen werden möchtest, beginne damit, andere wirklich zu sehen.

Das klingt simpel – aber es verändert Deine Welt denn Du pflanzt neue Samen. Mit einer bewussten Widmung kannst Du diese Samen zusätzlich stärken: „Mögen alle Menschen gesehen werden.
Mögen alle Menschen Anerkennung und Respekt erfahren.“

Denn genau das erschaffst Du dadurch auch für Dich selbst. Du bist nicht Deinem aktuellen Karma ausgeliefert. Du kannst jeden Tag neue Samen pflanzen.

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