Die Vorstellung, dass aus Geben etwas Negatives wie Ausnutzen entstehen kann, ist laut der karmischen Prinzipien völlig unmöglich. Denn Gleiches erschafft Gleiches. Wir müssen lernen, die Dinge zu entkoppeln, die nicht zusammengehören und sie neu zu verknüpfen. Dann laufen wir nicht Gefahr, die wichtigste Sache im Karmic Management - das Geben - zu bereuen oder am Ende noch zu denken, es wäre besser, wir würden uns mehr um uns kümmern. Eine spannende und provokative neue Folge.
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"Ich werde ständig ausgenutzt!" Warum dieser Gedanke Dich vom Glück abhält
Kennst Du diesen Gedanken? "Ich bin immer für andere da. Ich helfe, ich unterstütze, ich gebe mein Bestes – und am Ende werde ich ausgenutzt."
Viele Menschen kommen irgendwann an diesen Punkt. Sie ziehen daraus einen scheinbar logischen Schluss: "Ich muss mehr an mich denken.", "Ich sollte weniger geben.", "Wer immer nur nett ist, bleibt auf der Strecke."
Aus Sicht des Karmic Management ist genau dieser Schluss jedoch ein Missverständnis – und zwar eines mit weitreichenden Folgen.
Das Missverständnis: Geben führt dazu, ausgenutzt zu werden
Auf den ersten Blick scheint die Rechnung aufzugehen: Du hilfst jemandem, diese Person verlangt immer mehr. Du fühlst Dich erschöpft. Also muss das Geben die Ursache gewesen sein.
Doch Karmic Management unterscheidet ganz klar zwischen zwei Dingen: Was zeitlich nacheinander passiert, ist nicht automatisch Ursache und Wirkung.
Nur weil zwei Ereignisse aufeinander folgen, bedeutet das nicht, dass das eine das andere verursacht hat.
Im Karmic Management zählt nicht die Reihenfolge, sondern die Ursache
Wir verwechseln oft Chronologie mit Kausalität. Chronologisch sieht es vielleicht so aus:
- Du gibst einem Menschen Deine Zeit.
- Einige Tage später fordert dieser Mensch noch mehr von Dir.
- Du fühlst Dich ausgenutzt.
Daraus entsteht schnell die Überzeugung: "Ich hätte besser nichts gegeben."
Karmic Management sagt jedoch etwas anderes: Das Geben und das Gefühl, ausgenutzt zu werden, stammen aus zwei unterschiedlichen Ursachen, sie haben karmisch nichts miteinander zu tun.
Gutes kann keine schlechte Wirkung erzeugen
Eine der grundlegenden Regeln im Karmic Management lautet: Gleiches erzeugt Gleiches. Wenn Du aus ehrlichem Herzen etwas Gutes tust, pflanzt Du einen guten Samen. Dieser Same kann später nur ein gutes Ergebnis hervorbringen. Nicht vielleicht, sondern zwangsläufig. Deshalb kann echtes Geben niemals die Ursache dafür sein, dass Du später ausgenutzt wirst. Das wäre so, als würde ein Apfelkern plötzlich einen Kirschbaum hervorbringen, so funktioniert Ursache und Wirkung nicht.
Woher kommt dann das Gefühl, ausgenutzt zu werden?
Aus Sicht des Karmic Management stammt diese Erfahrung aus einem anderen Samen. Vielleicht hast Du in der Vergangenheit selbst einmal mehr genommen, als Dir zustand, hast unbewusst Erwartungen an andere gestellt, jemanden emotional unter Druck gesetzt oder mehr eingefordert, als für den anderen angenehm war. Oft sind diese Handlungen sehr klein.
Doch genau daraus entstehen später Erfahrungen, in denen Menschen scheinbar zu viel von Dir verlangen. Die wichtige Erkenntnis lautet: Nicht Dein Geben erschafft das Problem. Ein anderer karmischer Same tut es.
Warum Reue gefährlich sein kann
Hier wird es besonders spannend. Wenn Du nach einer guten Tat denkst: "Das hätte ich lieber nicht gemacht." oder "Nie wieder helfe ich jemandem." dann schadest Du aus Sicht des Karmic Management Deinen eigenen guten Samen.
Stell Dir vor, Du hast einen Baum gepflanzt, er beginnt bereits zu wachsen und plötzlich gräbst Du ihn wieder aus, weil Du glaubst, dass er nichts Gutes hervorbringen wird. Genau das geschieht, wenn wir eine gute Handlung bereuen. Dabei war die gute Tat nie das Problem.
Weniger geben macht nicht glücklicher
Viele Menschen glauben: "Wenn ich mehr auf mich achte, wird mein Leben leichter." Natürlich ist Selbstfürsorge wichtig doch Selbstfürsorge ist nicht dasselbe wie Selbstbezogenheit. Karmic Management unterscheidet hier sehr deutlich, denn Glück entsteht nicht dadurch, dass wir möglichst viel für uns behalten. Glück entsteht dadurch, dass wir die Ursachen für Glück pflanzen.
Die Ursachen für Glück entstehen immer dadurch, dass wir anderen Menschen helfen. Deshalb gilt im Karmic Management: Der sicherste Weg zu einem glücklichen Leben ist, anderen zu ihrem Glück zu verhelfen.
Bedeutet das, dass Du immer Ja sagen musst?
Nein. Das ist ein häufiger Irrtum. Bewusstes Geben bedeutet nicht, Dich zu überfordern. Es bedeutet auch nicht, jede Bitte zu erfüllen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Was kannst Du heute mit Freude geben? Vielleicht sind es zwei Stunden Deiner Zeit, vielleicht ein offenes Gespräch, vielleicht zehn Euro oder einfach ein aufrichtiges Kompliment. Die Menge ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass Du das Gibst, was sich für Dich stimmig anfühlt.
Die goldene Regel beim Geben
Eine einfache Orientierung lautet: Gib nur so viel, dass Du Dich am Abend noch darüber freuen kannst. Wenn Du Dich über Dein Geben freust, stärkst Du den guten karmischen Samen. Wenn Du Dich danach ärgerst oder bereust, schwächst Du ihn. Deshalb gehört bewusstes Geben immer auch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Kräften.
Was tun, wenn Dich tatsächlich jemand ausnutzt?
Dann darfst Du selbstverständlich Grenzen setzen. Karmic Management fordert niemanden auf, sich ausbeuten zu lassen. Du kannst freundlich Nein sagen. Du kannst Deine Zeit schützen. Du kannst klare Vereinbarungen treffen.
Und gleichzeitig kannst Du Dein Geben weiterhin als etwas Positives betrachten. Denn Grenzen setzen und großzügig sein schließen sich nicht aus.
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