Alles gut – und trotzdem unzufrieden? Der karmische Grund – Folge 81

von Eva Balzer | Mindset & Glück

Eigentlich ist alles gut und trotzdem fühlt es sich manchmal nicht wirklich zufrieden an. Dieses diffuse Gefühl von „mäh“ unter der Oberfläche. Das Leben passt, vieles läuft, und doch fehlt diese echte innere Zufriedenheit.
In dieser Folge schauen wir uns an, wo dieses Gefühl karmisch herkommt – und warum es oft weniger mit Deinem Leben zu tun hat, als Du denkst.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
Eva Balzer Podcast Karma mal so machen
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Lähmende Unzufriedenheit trotz „eigentlich ist alles gut“

Du hast ein gutes Leben, zumindest auf dem Papier. Job, Beziehung, Familie, Geld, Gesundheit, vieles passt. Und trotzdem liegt da dieses zähe „mäh“ unter der Oberfläche, als würde Dich etwas am Glücklichsein hindern. Das ist kein Luxusproblem. Es ist ein Warnsignal, dass Du Dir unbewusst Tag für Tag Unzufriedenheit antrainierst.

Nicht Deine Umstände sind das Problem, sondern Deine Gewohnheit, andere Menschen zu bewerten, zu kritisieren und ihre Defizite weiterzuerzählen.

Der karmische Grund für Unzufriedenheit: Deine Geschichten über andere pflanzen den Samen

Wenn Du Dich oft unzufrieden fühlst, obwohl Dein Leben stabil ist, lohnt sich ein radikaler Perspektivenwechsel: Schau nicht zuerst auf Dein Konto, Deinen Kalender oder Deinen Partner. Schau auf Deine innere Kommentatorstimme: Wie sprichst Du in Deinem Kopf über andere und wie sprichst Du mit Freunden über andere?

Diese Geschichten sind nicht nur da um Dampf abzulassen. Im Karmic Management sind sie ein Trainingsprogramm für Deinen Geist. Du übst Unzufriedenheit, bis sie sich wie deine Normalität anfühlt. Es geht um diese kleinen, scheinbar harmlosen Checks:

  • „Ist die Küche richtig aufgeräumt?“
  • „Ist der Job richtig gemacht?“
  • „Sind die Kollegen in Ordnung?“

Erzählst Du überwiegend von dem, was andere falsch machen? Sind die Geschichten, die ich meinen Freunden erzähle, eigentlich immer nur Geschichten darüber, wie blöd die anderen sind?

Denn Dein Gehirn wird zur Suchmaschine. Wenn Du es auf Fehler programmierst, findet es Fehler. In der Psychologie nennt man das selektive Wahrnehmung. Im Karmic Management ist es zusätzlich ein karmischer Kreislauf: Du pflanzt den Samen, der später als Gefühl IN Dir aufgeht, auch wenn außen alles gut ist.

Warum „die anderen sind halt Idioten“ Dich innerlich blockiert (auch wenn du teilweise recht hast)

Ja, aber manche Menschen machen wirklich unmögliche Sachen. Soll ich das ignorieren?

Klar, Du sollst nicht so tun, als wäre alles toll. Du sollst verstehen, was Du mit deiner Reaktion in Dir selbst auslöst.

„Wir machen hier keinen auf Augen zu und durch den Wald.“

Der Kern im Karmic Management ist die Idee, dass das, was Du da draußen erlebst, nicht unabhängig von Dir existiert, sondern als Ergebnis Deiner geistigen Samen erscheint, als eine Projektion.

„Das bedeutet, dass die Idioten oder die Leute, die unmögliche Sachen tun, meine Projektion sind.“

Wenn Du Dich regelmäßig aufregst, Dich in Stories reinsteigerst, passiert karmisch gesehen etwas sehr Konkretes: Du pflanzt Unzufriedenheit, die später in Deinem eigenen Erleben wieder auftaucht. Du kannst ein gutes Leben aufgebaut haben und es trotzdem nicht genießen können. Innerlich läuft ein Programm, das ständig Mangel und Fehler scannt. Ergebnis: Lähmende Unzufriedenheit.

Die 3-Schritte-Praxis: Ärger bemerken, nicht erzählen, bewusst umschalten

Was machst Du jetzt konkret, wenn Du merkst, dass Du wieder in dieses „Alle sind inkompetent“-Narrativ rutschst?

1) Nicht alles Weitererzählen

Du musst nicht alles kommentieren und die Defizite betonen. Du musst nicht jede Story über die Kollegen oder die Schule teilen. Erzählen zementiert das Muster.

2) Wenn du merkst, andere zu beurteilen: einmal in den Spiegel schauen 

Der Moment, in dem Du Dich ertappst, ist Dein Trainingsmoment. Nicht, um Dich fertig zu machen, sondern um zu erkennen: Aha, da ist wieder diese alte Gewohnheit. Dann tief Luft holen, in den Spiegel schauen und sagen: Ich hab merkwürdiges Karma, das so zu sehen.

3) Richte deinen Fokus aktiv auf das, was andere gut machen

Das klingt simpel, ist aber ein echter Identitätswechsel. Du trainierst eine neue Brille. Und am Anfang ist es anstrengend, weil Du gegen eine eingefahrene Gewohnheit arbeitest.

Du baust einen neuen positiven Kreislauf auf. Du siehst mehr Gutes, erlebst mehr Gutes, fühlst mehr Zufriedenheit. Und das verändert deine Realität spürbar.

Der zweite Unzufriedenheits-Treiber: Neid und Vergleich 

Selbst wenn Du nicht viel lästerst, gibt es einen zweiten Klassiker, der Unzufriedenheit zuverlässig füttert: Vergleich. Du schaust auf andere, siehst deren Highlights, und in Dir entsteht das Gefühl, dass Dir etwas fehlt.

Im Karmic Management ist Vergleich doppelt problematisch, weil Du Dich mit einer Projektion vergleichst. Du misst also Dein echtes Leben gegen ein Bild, das Du selbst erschaffst.

Das Gegenmittel ist nicht sich zusammenzureißen, sondern echtes Mitfreuen: Gönnen, Gratulieren, innerlich oder äußerlich.

„Ich sehe das und sage 'Wow, herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich total für Dich.'“

Das pflanzt einen Samen für Dein eigenes Glück und Zufriedenheit.

Das Ergebnis: Zufriedenheit, die nicht vom Wetter, Partner oder perfekten Umständen abhängt

Wenn Du diese beiden Gewohnheiten drehst, weniger Defizit-Stories, weniger Vergleich, mehr Anerkennung und Gönnen, entsteht innere Autarkie. Du brauchst nicht Mehr, damit alles perfekt ist und Du Dich gut fühlst. Es gibt Lebensqualität, die nicht vom Außen abhängig ist.

„Und Diese Autarkie ist etwas, was ich in meinem Leben sehr schätze. Ich bin nicht mehr abhängig von gutem Wetter.“

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