Was hat Yoga mit Karmic Management zu tun? – Folge 27

von Eva Balzer | Yoga

Yoga und Meditation sind zwei wichtige Standbeine im Karmic Management. Die alten Weisheitsschriften haben wie immer richtig gute Argumente und in dieser neuen Folge erkläre ich Dir, warum es eine gute Idee ist, Yoga zu praktizieren.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
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Yoga im Karmic Management - ein Einsteiger-Guide

Im Karmic Management sprechen wir davon, dass wir unsere Realität bewusst gestalten können. Warum spielt Yoga dabei plötzlich eine Rolle? Schließlich geht es doch um Karma, Meditation und geistige Prozesse. Warum also den Körper dehnen?

Genau diese Frage hatte ich selbst viele Jahre. Heute, seitdem ich seit vielen Jahren Yoga praktiziere, würde ich behaupten: Es gehört zu den wirkungsvollsten Ergänzungen meiner Karmic-Management-Praxis.

Warum das so ist, möchte ich in diesem Podcast erklären.

Die zwei Säulen des Karmic Managements

Wer schneller Veränderungen in seinem Leben erleben möchte, begegnet im Karmic Management immer wieder zwei zentralen Praktiken: Meditation & Yoga.

Meditation verstehen viele sofort. Schließlich arbeiten wir direkt mit unserem Geist. Yoga wirkt dagegen zunächst wie ein Fremdkörper. Der Grund wird jedoch klar, wenn wir verstehen, wie Körper und Geist überhaupt miteinander verbunden sind.

Körper und Geist – zwei völlig unterschiedliche Welten

Unser Körper ist physisch. Er lässt sich messen, wiegen und untersuchen. Unser Geist dagegen funktioniert völlig anders. Mit unseren Gedanken können wir innerhalb von Sekunden an einen Ort reisen, an dem wir vor Jahren waren. Wir können Erinnerungen abrufen, Pläne schmieden oder uns Situationen vorstellen, die noch gar nicht existieren.

Körper und Geist bestehen also offensichtlich aus völlig unterschiedlichen "Materialien". Trotzdem beeinflussen sie sich ständig gegenseitig. Ein paar Beispiele kennen wir alle: Stress schlägt auf den Magen. Angst erhöht den Puls. Alkohol verändert unser Denken. Eine Verletzung verursacht Schmerz, den wir bewusst wahrnehmen. Also stellt sich eine spannende Frage: Wie können zwei so unterschiedliche Ebenen überhaupt miteinander kommunizieren?

Das Zwiebelmodell aus den Yogaschriften

Die klassischen Yogatexte beschreiben den Menschen wie eine Zwiebel mit mehreren Schichten. Von außen nach innen betrachtet entstehen fünf Ebenen:

1. Der Körper

Alles Physische. Nicht nur unser Körper selbst, sondern im weiteren Sinn auch unsere äußere Welt.

2. Der Atem

Der Atem verbindet bereits Körper und Geist. Wer gestresst ist, atmet schnell. Wer entspannt ist, atmet ruhig.

3. Prana – die innere Energie

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Schlüssel: Zwischen Körper und Gedanken liegt nach der Yogatradition das Prana. Prana wird oft als Lebensenergie oder innere Winde beschrieben. Diese Energie fließt durch ein feines Netzwerk von Kanälen im Körper. Diese Kanäle sind nach der yogischen Sichtweise nicht physisch sichtbar. Dennoch bilden sie die Verbindung zwischen Körper und Geist.

4. Der Geist

Hier entstehen Gedanken, Emotionen und Vorstellungen. Im Karmic Management arbeiten wir vor allem auf dieser Ebene – etwa durch Meditation.

5. Die geistigen Samen

Noch tiefer liegen die geistigen Samen. Sie tragen das Potenzial für alle Erfahrungen, die wir später erleben.

6. Im Zentrum: Leerheit

Im Mittelpunkt steht schließlich die Leerheit. Sie ist kein "Nichts", sondern das unbegrenzte Potenzial, aus dem sich durch Ursachen und Bedingungen unsere Erfahrungen entfalten können.

Warum Yoga beim Meditieren hilft

Jetzt wird deutlich, warum Yoga im Karmic Management eine wichtige Rolle spielt. Nach der yogischen Sichtweise reiten unsere Gedanken auf dem Prana. Das bedeutet: Verändert sich das Prana, verändert sich auch der Geist. Und genau hier setzt Yoga an. Durch Dehnung, Bewegung und bestimmte Körperhaltungen wird das Energiesystem harmonisiert. Das wiederum erleichtert Meditation.

Andersherum gilt das Gleiche: Eine gute Meditation beruhigt den Geist. Ein ruhiger Geist beeinflusst wiederum das Prana positiv. Beides verstärkt sich gegenseitig. Man arbeitet also gleichzeitig von außen über den Körper und von innen über den Geist.

Yoga ist kein Selbstzweck

Im Karmic Management geht es nicht darum, möglichst spektakuläre Yogapositionen zu beherrschen. Yoga ist kein Wettbewerb. Es geht auch nicht darum, besonders beweglich zu sein.

Das eigentliche Ziel lautet: Den Geist leichter zur Ruhe bringen. Der Körper wird dabei zum Werkzeug. Nicht mehr und nicht weniger.

Lady Niguma Yoga

Innerhalb der Karmic-Management-Tradition wird häufig das sogenannte Lady Niguma Yoga praktiziert. Diese über 1.000 Jahre alte Yogatradition geht auf die Yogini Niguma zurück und basiert genau auf dem beschriebenen Verständnis von Körper, Prana und Geist. Die Übungen sind darauf ausgerichtet, die inneren Energiekanäle auszugleichen, Meditation zu unterstützen und mit bestimmten emotionalen Mustern zu arbeiten. Das macht diese Praxis innerhalb der buddhistischen Tradition besonders.

Muss es genau dieses Yoga sein?

Nein. Wenn du ganz am Anfang stehst, ist die wichtigste Botschaft: Finde ein Yoga, das zu dir passt. Nicht jede Methode spricht jeden Menschen an. Nicht jeder Körper ist gleich beweglich. Nicht jede Stunde macht Spaß. Suche dir die Form, bei der du regelmäßig auf die Matte gehst. Das ist wichtiger als Perfektion.

Mein persönlicher Rat für Einsteiger

Wenn du bisher noch nie Yoga gemacht hast: Beginne langsam. 15 bis 20 Minuten reichen völlig. Vergleiche dich nicht mit anderen. Regelmäßigkeit schlägt Intensität. Manchmal ist der größte Erfolg des Tages einfach, die Yogamatte überhaupt auszurollen. Und genau damit pflanzt du bereits die Samen für die nächste Praxis.

LADY NIGUMA YOGA

Wenn Du Dich für das Yoga der Lady Niguma interessierst, kann ich Dir die Angebote des Yoga Studies Institute empfehlen: www.yogastudiesinstitute.org

Die wunderbare Sandra May bietet diese Kurse auch auf Deutsch an: www.navanga-yoga.de

Eva Balzer Live

Gesundheit beginnt nicht im Körper, sondern in Deinem Inneren. Pflanze Samen für mehr Energie, Wohlbefinden und Lebensfreude.

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