Podcast Spezial: Interview mit John Brady, Präsident von ALL – Folge 77

von Eva Balzer | Business, Karriere & Erfolg, Karmic Management Grundlagen

John Brady – ich nennen ihn gern den Indiana Jones der alten Schriften – ist der Präsident der Asian Legacy Library (ALL), einer gemeinnützigen Organisation, die ich im Rahmen des Podcasthons vorgestellt habe. Er berichtet über hochaktuelle Entwicklungen bei ALL und teilt seine faszinierenden Insights, wie dieses alte Wissen Dir helfen kann, Deinen gläserne Decke, also Deine Limitationen zu durchbrechen. Diese Sonderfolge ist auf Englisch aber auf YouTube kannst Du sie mit deutschen Untertiteln schauen – es lohnt sich!

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
Eva Balzer Podcast Karma mal so machen
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Die gläserne Decke durchbrechen mit Karma: Warum Verantwortung der schnellste Hebel ist

Du weißt, dass mehr für Dich drin ist, und trotzdem fühlst Du Dich wie festgenagelt: Gleiche Muster, gleiche Grenzen, gleiche innere Ausrede. Diese gläserne Decke ist selten ein Mangel an Talent. Häufig ist es ein Mangel an Verantwortungsübernahme, für das, was Du erlebst, und für das, was Du als Nächstes säen willst.

Karmische Korrelation: Warum Du feststeckst, obwohl Du Dich anstrengst

Viele Menschen verbinden Karma mit Schicksal oder Strafe. John Brady beschreibt etwas viel Nützlicheres: Karma zeigt uns verlässlich  Korrelationen zwischen dem, was wir denken, sagen und tun, und dem, was wir später erleben.

Was das mit Deine gläsernen Decke zu tun hat: Wenn Du glaubst, dass Deine Grenzen einfach so da sind, bleibt Dir nur Frust oder Durchhalten. Wenn Du aber annimmst, dass Deine aktuelle Situation aus Samen entstanden ist, bekommst Du eine Lösungsmöglichkeit: Neue Samen pflanzen.

"We can't change this present moment! These are seeds ripening from my past Karma." (John Brady)

"Wir können den gegenwärtigen Moment nicht ändern! Deine Gegenwart ist Ergebnis der Samen, die Du früher gepflanzt hast.

Was in der Praxis oft schiefgeht: Menschen wollen Veränderung, aber sie wollen sie ohne die unangenehme Zwischenphase, in der man noch keine Resultate sieht. John Brady nennt genau diesen Zeitversatz als Stolperstein.

Wenn Du Deine gläserne Decke durchbrechen willst, brauchst Du ein Modell, das mit Verzögerung umgehen kann. Karmic Management liefert dieses Modell: Säen, pflegen, warten, ernten.

Die echte Ursache für die gläserne Decke: Eine Identität, die sich für permanent hält

Der Begriff "gläserne Decke" wird oft mit Karriere in Verbindung gebracht. John Brady sieht sie als eine Decke einer Identität. Das Gefühl, Du seist „nun mal so“. Und genau diese Fixierung hält Dich klein.

Er beschreibt es als Festkleben an Permanenz, an einem vermeintlich stabilen Selbstbild:

"We think this thing is permanent, it's my identity. And we don't take responsibility for the things happening to us." (John Brady)

"Wir denken, dass dieses Ding permanent ist, dass es meine Identität ist. Und wir übernehmen keine Verantwortung für die Dinge, die uns passieren."

Warum das so wirksam ist: Identität steuert Verhalten. Verhalten steuert Ergebnisse. Wenn Du Dich innerlich als „jemand, der immer kämpft“, „jemand, der nicht gut genug ist“ oder „jemand, dem Geld nie leicht fällt“ definierst, wirst Du unbewusst genau die Handlungen wählen, die diese Story bestätigen.

Das ist unbequem, aber befreiend. Denn sobald du Verantwortung übernimmst, musst Du nicht mehr warten, bis sich äußere Umstände ändern. Du kannst anfangen, andere Ursachen zu pflanzen.

Verantwortung statt Opferrolle: Der mentale Switch, der alles beschleunigt

Die Opferrolle fühlt sich oft „logisch“ an. Jemand hat etwas gesagt, etwas getan, Dich übergangen, Dich unfair behandelt. Brady zeigt, wie diese Haltung zur Endlosschleife wird: Du erzählst die Story immer wieder, und sie zementiert deine Position.

"And then you don't sleep for five hours because you're reviewing your story in your mind... that story re-defends your position!" (John Brady)

"Und dann schläfst Du fünf Stunden lang nicht weil Du in Deinem Geist Deine Geschichte wiedererzählst... diese Geschichte verteidigt wiederum Deine Position!"

Das verstärkt die Glasdecke denn die Story bindet Energie. Sie verhindert neue Handlungen und macht Dich abhängig von anderen.

Natürlich darfst Du Schmerz anerkennen, wenn Du verletzt wurdest, aber Du solltest dort verbleiben. Der Ausweg ist Verantwortung zu übernehmen. Nicht als Schuld, sondern um dort wegzusteuern.

Die karmische Abkürzung um die Glasdecke zu durchbrechen: Hilf anderen gezielt bei dem, was Du selbst willst

John Brady sagt: Tue etwas für andere, das genau in die Richtung geht, in der du selbst wachsen willst. Das ist kein „Sei nett“-Ratschlag. Es ist eine Strategie für Ursachen in Deinem Leben.

"How are you helping others in your world? For what YOU want! And how are you extending yourself to help them get what THEY want?" (John Brady)

"Wie hilfst Du anderen in Deiner Welt? Für was DU möchtest! Und wie gehst Du aus Deine Komfortzone raus um anderen dabei zu helfen zu bekommen was SIE möchten?"

Du trainierst damit nicht nur Verhalten, Du veränderst auch Deine Wahrnehmung und Identität. Du wirst zu jemandem, der geben kann, gestalten kann, Ressourcen hat, Lösungen sieht. Genau das ist das Gegenteil einer gläsernen Decke.

So könnte das für Deine Ziele aussehen:

  • Du willst mehr Geld oder Sicherheit: Hilf jemandem, finanziell klarer zu werden, ohne Dich zu überfordern (z.B. jemandem helfen, Ordnung in Unterlagen zu bringen, eine Bewerbung zu schreiben, ein Budget aufzusetzen).
  • Du willst eine bessere Beziehung: Unterstütze jemanden dabei, Frieden in einen Konflikt zu bringen (zuhören, vermitteln, Wertschätzung ausdrücken).
  • Du willst Anerkennung im Job: Mach andere sichtbar, gib Wertschätzung weiter, teile Wissen.

Das Entscheidende ist: Nicht „irgendwie helfen“, sondern in der Logik Deines gewünschten Ergebnisses unterstützen.

Klarheit schlägt Motivation: Schreib auf, was Du willst und fang an Samen zu setzen

Viele Menschen scheitern schon vor dem ersten Schritt, weil sie ihr Ziel nicht klar benennen. John Brady reagiert darauf fast humorvoll, aber sehr praktisch: "Schreib es auf. Schau es an. Mach es sichtbar."

"Write it down. Look at it. Put on the fridge." (John Brady)

Klarheit ist der Startpunkt für Handlung. Und Handlung ist der Startpunkt für neue karmische Ursachen.

Und dann kommt der Realitätscheck, den viele überspringen: Vielleicht hast Du die Samen für dein Ziel noch nicht. Dann brauchst Du nicht mehr Druck, sondern neue Ursachen.

Das ist der strategische Perspektivenwechsel: Aus „Warum klappt es nicht?" wird „Welche Ursache fehlt noch, die ich heute setzen kann?“

Widmen: Die unterschätzte Gewohnheit, die Dein Karma stabilisiert

John Brady sagt: "Unser Geist weigert sich oft, sich gut zu fühlen über das Gute, das wir tun. Und genau das schwächt die Wirkung."

"One thing that the human mind refuses to acknowledge is to feel good about the things you do for others. And you have to get over that, it's not pride! It is simply rejoicing…and we don't rejoice enough." (John Brady)

Wenn Du Gutes tust, es aber innerlich kleinredest, trainierst Du weiter Mangel und Unsicherheit. Wenn Du Dich bewusst freust, trainierst Du Fülle, Selbstwirksamkeit und Kontinuität. 

Eva Balzer Live

Was immer Du vom Leben willst, musst Du zuerst anderen geben. Wirklicher Erfolg beruht nicht auf Leistung, sondern auf den Samen, die Du pflanzt, wenn Du andere unterstützt.

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