Jeder von uns schiebt irgendetwas! Und das zu ändern ist schwer. Es hilft nicht zu sagen: mach die Dinge halt sofort. Aber mit den Insights aus dem Karmic Management wird klar, warum es eine gute Idee ist, mit dem prokrastinieren aufzuhören und Du bekommst Tipps, wie Du das auch hinbekommst - garantiert wie immer!
Den Podcast kannst Du auch hier anhören:
Prokrastination überwinden: Warum Aufschieben aus karmischer Sicht viel mehr kostet, als Du denkst
Du nimmst Dir vor, endlich das wichtige Gespräch zu führen, den Keller aufzuräumen, die Steuer zu erledigen oder regelmäßig Sport zu machen. Doch stattdessen verschiebst Du es auf morgen. Und morgen wird übermorgen.
Prokrastination – die berühmte Aufschieberitis – betrifft fast jeden Menschen. Manche schieben große Projekte vor sich her, andere brechen immer wieder ihre eigenen Vorsätze. Aus Sicht des Karmic Managements steckt dahinter jedoch weit mehr als mangelnde Disziplin.
Denn jedes Mal, wenn wir etwas aufschieben, pflanzen wir Samen, die unser gesamtes Leben beeinflussen.
Warum wir überhaupt aufschieben
Die meisten Menschen glauben, Prokrastination sei ein Zeitmanagement-Problem. Tatsächlich liegen die Ursachen oft viel tiefer.
Wir schieben Dinge auf, weil:
- wir Angst vor einem Ergebnis haben,
- wir unangenehme Gefühle vermeiden möchten,
- wir uns selbst nicht vertrauen,
- wir glauben, später motivierter zu sein.
Das Fatale daran: Mit jedem Aufschieben trainieren wir genau diese Gewohnheit. Im Karmic Management gilt: Jede Handlung erschafft eine Gewohnheit. Und jede Gewohnheit erschafft zukünftige Realität.
Wer regelmäßig Dinge verschiebt, pflanzt den Samen dafür, künftig noch schwerer ins Handeln zu kommen.
Prokrastination ist mehr als ein Organisationsproblem
Aus karmischer Sicht hat Aufschieben erstaunliche Nebenwirkungen. Denn oft sagen wir uns: "Morgen mache ich das."
Doch morgen tun wir es wieder nicht. Damit entsteht etwas, das im Buddhismus als nutzlose Rede bezeichnet wird: Worte ohne Umsetzung. Nicht nur anderen gegenüber, sondern auch uns selbst. Wir geben uns ein Versprechen – und brechen es.
Die karmischen Folgen von Aufschieberitis
Aus den alten Schriten wissen wir im Karmic Management, dass daraus ganz konkrete Erfahrungen entstehen.
1. Andere nehmen Dich nicht ernst
Wer seine eigenen Worte nicht umsetzt, pflanzt den Samen dafür, dass auch andere die eigenen Aussagen nicht ernst nehmen.
- Niemand hört Dir wirklich zu.
- Deine Ideen werden übergangen.
- Deine Vorschläge finden kein Gehör.
Karmisch betrachtet ist das keine Strafe, sondern die natürliche Folge der Samen, die wir selbst gepflanzt haben.
2. Dein Selbstwert sinkt
Jedes gebrochene Selbstversprechen sendet Deinem Geist dieselbe Botschaft: "Was ich sage, ist nicht wichtig." Mit der Zeit wird daraus: "Ich bin nicht wichtig."
Deshalb leiden viele Menschen mit starker Prokrastination gleichzeitig unter geringem Selbstwertgefühl. Nicht, weil sie weniger wert wären – sondern weil sie diese Erfahrung immer wieder selbst nähren.
3. Timing funktioniert plötzlich nicht mehr
Ein weiterer spannender Zusammenhang betrifft das Timing.
- Projekte starten immer zum falschen Zeitpunkt.
- Chancen kommen zu spät.
- Gute Ideen verlaufen im Sand.
- Alles fühlt sich zäh an.
Auch das wird im Karmic Management mit denselben Samen erklärt. Wer Dinge ständig verschiebt, erlebt eine Welt, in der auch Ergebnisse immer wieder verschoben erscheinen.
4. Selbst Erholung fällt schwer
Ein überraschender Zusammenhang: Viele Menschen fahren in den Urlaub – und können trotzdem nicht abschalten. Sie fühlen sich unruhig, gestresst oder ständig innerlich beschäftigt.
Aus karmischer Sicht hängt echte Erholung ebenfalls mit der Fähigkeit zusammen, Dinge rechtzeitig zu erledigen. Denn wer ständig offene Baustellen mit sich herumträgt, nimmt sie gedanklich überallhin mit.
Warum klassische Tipps oft nicht funktionieren
Die meisten Ratgeber empfehlen:
- Mach es einfach.
- Fang sofort an.
- Sei disziplinierter.
- Iss den Frosch zuerst.
Das Problem: Wenn jemand bereits starke Gewohnheiten des Aufschiebens entwickelt hat, helfen solche Ratschläge oft wenig. Sie setzen genau die Fähigkeit voraus, die gerade fehlt.
Im Karmic Management lautet die Frage deshalb anders: Welche Samen musst Du pflanzen, damit Dir Handeln leichtfällt?
Der erste Schritt: Hilf anderen ins Handeln zu kommen
Das wichtigste Prinzip bleibt immer gleich: Wenn Du etwas erleben möchtest, ermögliche es zuerst einem anderen Menschen. Kennst Du jemanden, der ebenfalls ständig Dinge aufschiebt? Dann unterstütze ihn.
- Frag nach seinen Zielen.
- Erinnere ihn freundlich an sein Vorhaben.
- Freu Dich ehrlich mit ihm, wenn er etwas erledigt.
- Hilf ihm dabei, seine Selbstversprechen einzuhalten.
Deine Videokamera – also Dein Geist – nimmt genau diese Handlungen auf und daraus entstehen die Samen für Deine eigene neue Gewohnheit.
Pflanze bewusst "Finishing-Karma"
Eine besonders praktische Übung besteht darin, kleine abgeschlossene Handlungen bewusst wahrzunehmen. Zum Beispiel:
- Ich wollte meine Zähne putzen – ich habe es getan.
- Ich wollte meditieren – ich habe meditiert.
- Ich wollte eine E-Mail beantworten – erledigt.
Anstatt diese Dinge als selbstverständlich abzutun, halte kurz inne, freue Dich bewusst darüber und widme diesen Erfolg. Zum Beispiel: „Möge dadurch die Gewohnheit entstehen, Dinge leicht und vollständig zu Ende zu bringen. Mögen auch andere Menschen ihre Ziele mit Freude umsetzen.“ So pflanzt Du Schritt für Schritt neue Handlungsmuster.
Große Aufgaben beginnen mit kleinen Erfolgen
Wer seit Jahren prokrastiniert, verändert diese Gewohnheit nicht über Nacht. Deshalb lohnt es sich, klein anzufangen. Nicht mit den größten Herausforderungen sondern mit den kleinen Versprechen, die Du sicher einhalten kannst. Jedes eingehaltene Versprechen stärkt einen neuen Samen. Und viele kleine Samen werden irgendwann zu einer stabilen neuen Gewohnheit.
Statt Schuldgefühlen: Sofort neu pflanzen
Natürlich wird es Tage geben, an denen Du doch wieder etwas verschiebst. Entscheidend ist nicht der Fehler, entscheidend ist, wie schnell Du darauf reagierst.
- Warum habe ich gerade aufgeschoben?
- Wem könnte ich heute helfen, ins Handeln zu kommen?
- Welche kleine Aufgabe erledige ich jetzt sofort?
So wird selbst ein Rückschlag wieder zu einer Gelegenheit, neue Samen zu pflanzen.

Was immer Du vom Leben willst, musst Du zuerst anderen geben. Wirklicher Erfolg beruht nicht auf Leistung, sondern auf den Samen, die Du pflanzt, wenn Du andere unterstützt.



