Du bittest Dein Kind zum dritten Mal, die Hände zu waschen, das Zimmer aufzuräumen oder etwas zu erledigen – und trotzdem passiert nichts. Schnell entsteht das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden oder immer alles wiederholen zu müssen.
In dieser Folge schauen wir auf die karmischen Ursachen hinter diesem Muster. Warum haben unsere Worte manchmal kein Gewicht? Und was können wir tun, wenn wir uns von unseren Kindern ignoriert fühlen?
Den Podcast kannst Du auch hier anhören:
Warum hören meine Kinder nicht auf mich? Die karmische Ursache dafür
Du sagst es zum dritten Mal. Und es passiert… nichts. Kein Händewaschen. Kein Aufräumen. Kein Reagieren. Es fühlt sich an, als hätte dein Wort kein Gewicht.
Kinder ignorieren Dich häufig dort, wo Du selbst (oft unbewusst) eine Lücke zwischen dem hast, was Du sagst, und dem, was Du tatsächlich tust. Diese Diskrepanz pflanzt Samen. Und die kommen als „Mein Kind hört nicht auf mich“ zurück.
Wenn Dein Wort kein Gewicht hat: Schau auf Zusagen, die Du selbst nicht hältst
Viele Eltern suchen die Lösung im Tonfall, in Konsequenzen oder in noch mehr Wiederholung. Das Problem ist nur: Wiederholen verstärkt manchmal genau das Muster, das Du loswerden willst.
Warum? Weil das innere Signal mitschwingt: Ich sage etwas, rechne aber schon damit, dass es nicht passiert. Oder: Ich sage etwas, halte mich selbst aber nicht an Zusagen.
„Wenn ich mich nicht an meine Zusagen halte, muss ich mich darüber wundern, dass sich meine Kinder auch nicht daran halten.“ (Jan)
Dein Kind lernt nicht nur über Regeln. Es lernt über Verlässlichkeit, die es bei Dir erlebt.
Viele Konflikte entstehen nicht beim „Zimmer aufräumen“, sondern in den Mikromomenten dazwischen. Kind kommt rein, Du bist im Call und winkst ab: „Ich komme gleich, Schatz.“ Und dann arbeitest Du weiter.
„Das Problem damit ist, dass Du Samen pflanzt, dass die Kinder nicht auf Dich hören.“ (Eva)
Du trainierst Dein Kind darauf, dass Deine Worte unverbindlich sind. Nicht absichtlich. Einfach, weil Du im Stress bist.
„"Ich komme gleich" ist in meinem Kopf 20-30 Minuten. Für das Kind bedeutet das aber JETZT!“ (Jan)
Hier ist die Sache: Kinder nehmen Sprache wörtlicher. Und sie messen Verlässlichkeit nicht an Deinen Gründen, sondern an Deinem Verhalten.
Besserer Satz für Meetings im Homeoffice:
- „Ich habe noch 12 Minuten. Dann bin ich bei Dir.“ (Und dann wirklich nach 12 Minuten aufstehen.)
Es ist Vertrauensaufbau. Und Vertrauen ist das, was später dafür sorgt, dass ein „Stopp“ oder „Achtung“ sofort ankommt.
Unnütze Redezerstört Deine Autorität
„Warum muss ich das 500-mal sagen?“ ist oft schon die Diagnose. Wenn Du innerlich sicher bist, dass Du es ohnehin dreimal sagen wirst, wird genau das wahrscheinlicher.
Im Karmic Management arbeiten wir hier mit der Tugend 7: Weg von Unnützem Gerede, hin zu bedeutsamer, zielgerichteter Sprache. Was fällt darunter? Nicht nur Lästern oder Sarkasmus, sondern auch Sprache, die den anderen nicht im Blick hat.
Wenn Du viel sagst, was keine klare Relevanz hat, stumpft Dein Umfeld ab. Dann wird auch das Wichtige weniger gehört.
„Und dann haben meine Worte halt auch kein Gewicht. Nicht nur bei meinen Kindern sondern auch beim Chef, im Übrigen.“ (Eva)
- Bevor Du etwas sagst, frag dich: Hilft es meinem Kind gerade wirklich?
- Wenn Du merkst, Du wiederholst dich: Stopp. Sag es nicht ein viertes Mal.
- Pflanze stattdessen Verlässlichkeit: Zusagen halten, eine Sache wirklich tun.
Und ja, manchmal ist die beste Ansage kurz still sein und später neu ansetzen.
„Oder halte ich einfach mal für zwei Wochen die Klappe, pflanze alles, was geht. Und dann sag ich’s noch mal.“ (Eva)
Bedürfnisse sehen: Der schnellste Weg, ernst genommen zu werden
Wenn Du Dich ignoriert fühlst, willst Du Respekt. Verständlich. Der karmische Dreh ist: Respekt wächst dort, wo Du andere ernst nimmst, auch wenn es Dich etwas kostet.
Das bedeutet nicht, dass Dein Kind immer bekommt, was es will. Es bedeutet: Du registrierst sein Bedürfnis als real. Du nimmst es nicht als Störung wahr, sondern als Signal. Weil Dein Kind dann erlebt, dass Beziehung Vorrang haben kann. Und wer sich gesehen fühlt, hört leichter zu.
Wenn Delegieren nicht klappt, prüfe Tugend 1
Zum Schluss noch eine zweite mögliche Ursache. „Mein Kind führt Aufgaben nicht aus“ kommt von Tugend 1 - Leben nicht schützen: Rücksichtsloses Fahren, Handy am Steuer, generell riskantes Verhalten oder mangelnde Fürsorge. Wo gehst Du mit Leben, Gesundheit, Sicherheit (Deinem und von anderen) zu locker um?
Mehr zu den 10 Tugenden findest Du auch in meinem Grundlagenbuch Karma mal so machen das Du HIER bestellen kannst.
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