In dieser Folge beantworte ich die Frage, was man tun bzw. pflanzen kann, um sich in Beziehungen jeglicher Art (familiär, mit dem Partner, geschäftlich, freundschaftlich) nicht mehr unsicher, sondern pudelwohl zu fühlen und sich fallen lassen zu können.
Den Podcast kannst Du auch hier anhören:
Warum Du Dich in Beziehungen unsicher fühlst – und welche karmischen Samen wirklich Geborgenheit erschaffen
Kennst Du das Gefühl, Dich in einer Beziehung nicht wirklich sicher zu fühlen? Vielleicht betrifft es Deine Partnerschaft, Deine Familie oder Freundschaften. Obwohl objektiv alles in Ordnung scheint, bleibt innerlich eine Unsicherheit. Du hast Angst, verletzt zu werden, kannst Dich nicht vollständig fallen lassen oder wartest ständig darauf, dass etwas schiefläuft.
Sicherheit entsteht nicht im Außen
Die einfachste Antwort lautet: Wenn Du Geborgenheit erleben möchtest, erschaffe Geborgenheit für andere. Wenn Du Vertrauen erfahren möchtest, gib anderen das Gefühl, dass sie Dir vertrauen können. Wenn Du Dich in Beziehungen sicher fühlen möchtest, sorge dafür, dass Menschen sich in Deiner Gegenwart sicher fühlen.
Nach den alten Schriften erleben wir nicht zufällig, wie andere mit uns umgehen. Wir erleben die Früchte der Samen, die wir selbst in der Vergangenheit gesät haben.
Die spannende Frage lautet deshalb nicht: Warum verhält sich mein Partner so? sondern: Welche Ursachen erschaffe ich heute für die Beziehungen, die ich morgen erleben möchte?
Die größten Feinde von Geborgenheit
Es gibt drei Gewohnheiten, die fast jeder von uns kennt – und die genau das Gegenteil von Sicherheit erzeugen.
Der erste ist der Kontrolleur. Wer andere ständig kontrolliert, vermittelt unbewusst: „Ich traue Dir nicht zu, dass Du das allein schaffst.“
Der zweite ist der Besserwisser. Wer immer erklären muss, wie etwas richtig geht, vermittelt ebenfalls Unsicherheit. Die Botschaft lautet: „Ich weiß es besser als Du.“
Und dann gibt es noch den Bewerter. Wir glauben zu wissen, warum andere handeln, was sie denken oder wer sie sind. Dabei erschaffen wir genau das Gefühl, das wir selbst nicht erleben möchten: Unsicherheit.
Wenn Menschen sich ständig bewertet, korrigiert oder kontrolliert fühlen, entsteht keine Geborgenheit. Warum sollte also genau dieses Verhalten später zu einer sicheren Beziehung in Deiner eigenen Welt führen?
Vier Tugenden für sichere Beziehungen
In den alten Schriften werden zehntausende karmische Ursachen auf zehn besonders wichtige Tugenden verdichtet. Für das Thema Beziehung spielen vor allem vier davon eine entscheidende Rolle.
1. Sei ehrlich – auch bei den kleinen Dingen
Die vierte Tugend ist Ehrlichkeit und Authentizität. Lügen bedeutet dabei nicht nur, bewusst Unwahrheiten zu erzählen: Immer dann, wenn das Bild in Deinem Kopf nicht mit dem übereinstimmt, was Du nach außen sagst, pflanzt Du den Samen für Unsicherheit.
Natürlich gibt es Situationen, in denen Ehrlichkeit Mut erfordert. Doch wer ehrlich lebt, wird zu einem stabilen Menschen – für sich selbst und für andere.
Authentizität schafft Vertrauen und Vertrauen ist die Grundlage jeder sicheren Beziehung.
2. Keine trennenden Worte
Die fünfte Tugend betrifft die trennende Rede: Menschen durch Worte auseinanderbringen.
Lästern fühlt sich oft harmlos an. Man erzählt nur schnell etwas über jemanden, regt sich gemeinsam auf oder bestätigt sich gegenseitig darin, wie schwierig eine andere Person doch sei.
Doch karmisch passiert etwas ganz anderes. Immer wenn Du Menschen durch Deine Worte voneinander entfernst, pflanzt Du Ursachen dafür, Dich selbst von anderen getrennt zu fühlen. Und manchmal sogar getrennt von Dir selbst.
Wenn Du Dir Nähe wünschst, beginne damit, Verbindung zu schaffen – auch dann, wenn die betreffende Person gar nicht im Raum ist.
3. Keine barsche Rede
Die sechste Tugend betrifft unsere Art zu sprechen. Barsche Worte, ständige Kritik oder scharfe Bemerkungen verunsichern andere Menschen. Oft merken wir gar nicht, wie häufig wir korrigieren:
"Das macht man anders."
"Das hast Du falsch verstanden."
"Warum hast Du das denn so gemacht?"
Natürlich darf Feedback gegeben werden. Die Frage ist nur, ob der andere sich danach größer fühlt – oder kleiner. Versuche einmal, Deine Sprache bewusst dafür einzusetzen, Sicherheit zu schenken. Ein ehrliches Lob. Ein aufrichtiges „Ich vertraue Dir." Ein „Danke, dass Du das gemacht hast."
Solche Sätze pflanzen Samen für genau das Gefühl, das Du selbst erleben möchtest.
4. Verabschiede Dich von Schadenfreude
Die neunte Tugend überrascht viele Menschen, denn nur wenige würden von sich behaupten, schadenfroh zu sein. Doch manchmal freuen wir uns insgeheim, wenn jemand, der uns geärgert hat, Schwierigkeiten bekommt. Vielleicht verliert der arrogante Kollege seinen Auftrag. Vielleicht bekommt der rücksichtslose Autofahrer endlich einen Strafzettel.
Kurz fühlt sich das gerecht an.
Karmisch jedoch pflanzen wir damit Ursachen für eine Welt, in der Bedrohung, Angst und Unsicherheit selbstverständlich werden.
Empathie ist das Gegenteil. Nicht, weil schlechtes Verhalten gut wäre. Sondern weil jeder Mensch leidet, wenn ihn die Früchte seiner eigenen Samen treffen.
Mitgefühl erschafft eine friedlichere Welt – und gleichzeitig mehr inneren Frieden.
Beziehungen beginnen bei Dir
Wir verbringen oft viel Zeit damit, darüber nachzudenken, wie andere sich verändern müssten. Nach den karmischen Prinzipien lautet die spannendere Frage: Wie kann ich heute genau das geben, was ich morgen erleben möchte?
Mehr Ehrlichkeit, Vertrauen, Wertschätzung, Verbindung und Mitgefühl.
Je häufiger Du diese Samen pflanzt, desto wahrscheinlicher wird es, dass genau diese Qualitäten auch in Deinem Leben erscheinen.
Vergebung ist ebenfalls ein kraftvoller Same
Besonders in Familien tragen viele Menschen alte Verletzungen mit sich herum. Vielleicht haben Deine Eltern Fehler gemacht und Du hast bis heute das Gefühl, nicht gesehen oder verstanden worden zu sein.
Vergebung bedeutet anzuerkennen, dass Deine Eltern ihr Bestes gegeben haben – mit den Möglichkeiten, die sie damals hatten.
Allein diese innere Haltung kann unglaublich viele neue Samen pflanzen, für Deine zukünftigen Beziehungen.

Liebe wächst nicht durch Zufall, sondern wegen der Samen, die Ihr füreinander pflanzt. Mehr Verbindung. Mehr Miteinander. Mehr Vertrauen.



