Das 6-Mal-Buch – Dein Schlüssel zu mehr Bewusstsein im Alltag – Folge 89

von Eva Balzer | Karmic Management Grundlagen

In dieser Folge geht es um eines der zentralen Werkzeuge im Karmic Management: das 6-Mal-Buch 📖. Es hilft Dir dabei, bewusster wahrzunehmen, welche Gedanken, Handlungen und Entscheidungen Du über den Tag hinweg pflanzt.

Den Podcast kannst Du auch hier anhören:

Eva Balzer Podcast Karma mal machen
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Das 6‑Mal‑Buch: Wie du mit sechs Mini-Stopps am Tag Deinen Geist trainierst

Du kennst das: Der Tag rauscht durch, Du erledigst hundert Dinge, bist ständig im Außen. Und abends bleibt dieses diffuse Gefühl, dass Du zwar viel gemacht hast, aber irgendwie nichts wirklich gesteuert hast. Das 6‑Mal‑Buch ist ein Werkzeug, das dich mehrmals täglich aus dem Autopiloten holt, damit Du erkennst, was du gerade denkst, sagst und tust.

Ein Selfie für Deinen Geist

Das 6‑Mal‑Buch ist keine To-do-Liste und auch kein Tagebuch im klassischen Sinn. Es ist ein Trainingsgerät für Aufmerksamkeit. Es ist ein regelmäßiger Check-in, der Dich wieder in die bewusste Steuerung Deines Geistes bringt.

Warum ist das so wirksam? Weil Du sonst durch den Tag gehst und dabei unbemerkt Gewohnheiten verstärkst, die später als Stress, Konflikte oder Blockaden zurückkommen. Das Buch macht sichtbar, was sonst unter dem Radar läuft.

„Ich kann mit dem Buch sehr viel bewusster und achtsamer mitkriegen, was ich so alles an Samen pflanze.“

Alles, was Du tust, sagst und denkst, pflanzt geistige Samen. Manche werden schöne Blumen, manche werden Unkraut. Das 6‑Mal‑Buch sorgt dafür, dass Du beides schneller erkennst.

Alle zwei bis drei Stunden ein kurzer Eintrag

Praktisch heißt 6-Mal ungefähr alle zwei bis drei Stunden, vom Aufwachen bis zum Schlafengehen, ein kurzer Eintrag. Du dokumentierst bewusst Positives und Negatives, damit Du das eine stärkst und das andere früh stoppst.

Ein wichtiger Punkt ist das Positive: Es wird nicht einfach als selbstverständlich unter den Teppich gekehrt. Es wird festgehalten, damit Dein Geist es wirklich speichert und Du Dich daran freuen kannst.

„Wir wollen, dass das Gute gesehen wird und ordentlich abgebucht wird, damit es in der Buchhaltung landet und auch Zinsen macht.“

Und das Negative? Du erkennst es schneller, solange es noch klein ist.

„Diese Samen wollen wir sofort, wenn sie uns auffallen, bearbeiten, sodass die gar nicht erst Wurzeln schlagen können.“

Der häufigste Fehler: Sich zu viel vornehmen und dann das eigene Versprechen brechen

Viele machen sich mit dem 6‑Mal‑Buch selbst Druck. Sie nehmen sich sechs Einträge vor, schaffen aber nur einen. Und genau das wird wieder zum Problem, weil Du Dir selbst etwas versprochen und es nicht gehalten hast.

Hier ist die bessere Strategie: Starte so klein, dass Du es wirklich einhältst. Vier Einträge sind für viele realistischer, manchmal sind es anfangs auch nur zwei oder sogar einer.

Und wenn dein Leben gerade voll ist, gilt erst recht: Druck bringt dich nicht weiter.

„Wenn Du denkst, Du musst es genau so machen, wie es in der Anleitung steht, dann entsteht Druck! Mit Druck arbeiten ist nicht gut.“

Das 6‑Mal‑Buch ist ein Werkzeug, kein Dogma. Du sollst Verantwortung übernehmen, nicht Regeln erfüllen.

„Das Wichtigste, was ich übers Buch sagen möchte: Es ist DEIN Buch. Du entscheidest, wie Du dieses Werkzeug einsetzt.“

Wie du das 6‑Mal‑Buch alltagstauglich machst: Wecker, Timing, sich Kleinigkeiten vornehmen

Planen, realistisch einschätzen, dann einhalten.

„Also planst gut, überlegst Dir gut, gib ein Versprechen und dann halt es ein.“

Ein paar praktische Ideen, damit das klappt:

  • Wecker stellen, aber klug: Nicht auf einen Zeitpunkt, an dem du sicher im Meeting bist.
  • Morgens und abends passt es leichter in Routinen.
  • Lieber weniger Einträge, dafür zuverlässig.

Was du einträgst: Die 10 Tugenden oder Dein persönliches Ziel

Es gibt zwei Wege, das 6‑Mal‑Buch zu füllen.

1) Arbeiten mit den 10 Tugenden

Im Karmic Management halten wird als Grundlage die 10 Tugenden ein, so gut es geht. Sie sind die Eckpfeiler für ethisches Verhalten im Alltag. Sie decken häufige Alltagsfehler ab und schaffen ein stabiles Grundgerüst.

Du kannst sie rotieren, zum Beispiel drei Tugenden am Tag: morgens Tugend 1, mittags Tugend 2, nachmittags Tugend 3, abends dann die nächste.

Wichtig dabei: Die Einträge müssen nicht große Ereignisse sein, es geht um kleine Gewohnheiten. Karma funktioniert auf einer niedrigen Strahlung. Da geht es um Gewohnheiten und um kleine Dinge.

Wenn Du die 10 Tugenden noch nicht kennst, dann empfehle ich Dir mein Buch, in dem ich sie beschreibe. Du kannst es HIER bestellen.

 

2) Arbeiten mit einem konkreten Ziel (Job, Beziehung, Geld):

Wenn Du die Tugenden noch nicht nutzt, kannst du das 6‑Mal‑Buch direkt auf ein Ziel ausrichten. Du definierst, welche Qualitäten Du säen willst, weil Du genau diese Ergebnisse ernten möchtest.

Wenn ich zum Beispiel Geld haben möchte, dann pflanze ich Großzügigkeit (für gute Bezahlung); ich pflanze Freundlichkeit und Kooperation für ein gutes Arbeitsklima oder versuche mich bewusst weniger zu ärgern damit ich nicht kritisiert werde.

Du suchst nicht nach Motivation, sondern nach Gelegenheiten zum Üben.

Umgang mit negativen Samen: Schnell erkennen und mit den 4 Kräften bearbeiten

Wenn ich einen negativen Eintrag habe, dann gehe ich schnell durch die 4 Kräfte um den schlechten Samen aus der Erde zu holen. 

Erinnere Dich an den Stift und erkenne an, dass das gerade Mist war, das Du gepflanzt hast. Mach einen realistischen Vorsatz es nicht wieder zu tun und mache eine Ausgelichshandlung.

Mehr Infos dazu, wie Du einen schlechten Samen bereinigst, findest Du in Podcast-Folge 9: Fehler ausbügeln

Freude verstärken für mehr Geschwindigkeit

Ein unterschätzter Effekt des 6‑Mal‑Buchs ist die Kombination aus Aufschreiben von guten Samen, die Du gepflanzt hast, und sich bewusst darüber freuen. Dadurch trainierst Du Deinen Geist, das Gute wahrzunehmen, zu speichern und zu verstärken.

„Karma kommt durch Freude schneller rum.“

Du konditionierst Dich auf das, was Du vermehren willst. Abends wird daraus eine kurze Abschlussroutine, die Kaffee-Meditation: Buch auf, Dich freuen über das, was Du heute für andere getan hast, Buch zu, schlafen. 

Wenn Du das 6‑Mal‑Buch so angehst, wird es nicht zur zusätzlichen Aufgabe, sondern zur Schaltzentrale für Deinen Tag. Du merkst früher, wo Du gerade stehst, und lenkst zurück.

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